Helmpflege

Einen Helm mit Kraftstoff oder Lösungsmitteln zu reinigen ist grundfalsch, denn Kunststoffe reagieren oft äußerst sensibel - schlimmstenfalls mit Auflösungserscheinungen -, wenn ihnen untaugliche Mittel an die Struktur gehen. Das gilt besonders für alle thermoplastischen Schalen (zum Beispiel Polycarbonat, Lexan, Ronfalin, Makroblend).
Duroplaste (zum Beispiel Fiberglas, Carbon, Kevlar, Dyneema) sind gegenüber Verdünnern zwar unempfindlicher, deren Lackierungen vertragen die chemische Keule aber häufig genauso wenig. Die klassische Reinigungs-Methode mit Wasser und Seife ist also immer noch die beste. Wem das zu aufwendig ist, der bekommt im Fachhandel mittlerweile jede Menge Helferlein - auch für Visier und Innenausstattung.

 

Die meisten Kratzer und Beschädigungen gibt’s beim Transport, nicht auf dem Kopf. Also: immer Helm-Sack benutzen.
 

Clevere kaufen sich gleich einen Helm mit herausnehmbarem und waschbarem Futter. Althelm-Besitzer arbeiten mit normalem Polsterreiniger aus dem Autozubehör oder speziellem Reinigungs-Schaum. Mit einer milden Seifenlösung, zum Beispiel Feinwaschmittel geht’s aber auch.

 

Für die Reinigung unterwegs wird vor dem Tanken ein mit Wasser getränktes Tuch (Wischwasser/Papier für Ölkontrolle) zum Einweichen aufs Visier gelegt und vor der Weiterfahrt mit reichlich Wasser nachgespült. Ganz Bequeme haben dafür Helmreinigungs- oder Brillenputztücher dabei.


Zu Hause geht’s gründlicher: Visier abbauen, zur Reinigung reichlich Wasser und einen weichen Lappen verwenden. Eine beschlaghemmend beschichtete Innenseite ist besonders empfindlich und sollte noch schonender gereinigt werden. Vor dem Zusammenbau die Mechanik mit Silikonöl oder Vaseline schmieren.
 

Für die Schale sind lauwarme Seifenlauge und ein Schwammtuch die besten Hausmittel. Wer auf die chemische Industrie vertraut, arbeitet mit Kunststoffreinigern. Bei hartnäckigen Flecken hilft oft Teerentferner.